2015-08-22/23 Licht und Schatten beim DM-Auftritt von Florian und Justus

Mit ihrer schon vor Wochen erreichten Qualifikation für die Deutschen Mehrkampfmeisterschaften der Jugend U16 und U18 hatten Florian Hanz (LG Dornburg) und Justus Hänsel (LG Lahn-Aar-Esterau) ihr diesjähriges Wettkampfziel eigentlich erreicht. Ihr Auftreten bei diesen Meisterschaften am vergangenen Wochenende im nordrhein-westfälischen Lage sollte der Bestätigung und vielleicht auch der Steigerung ihrer bisher schon hervorragenden Leistungen dienen. Justus gelang das in überzeugender Manier, Florian leider nicht.

Glücklich nach dem Wettkampf. Justus (links), Florian /rechts) Bild: Diana Hanz
Glücklich nach dem Wettkampf. Justus (links), Florian /rechts) Bild: Diana Hanz

Auch wenn Justus lediglich im Speerwurf mit 40.11 m und im Weitsprung mit exzellenten 6.37 m neue Bestleistungen im Rahmen des zu absolvierenden Neunkampfs erzielen konnte, so führte seine Ausgeglichenheit in den jeweils drei Lauf-, Sprung- und Wurfdisziplinen zu einer weiteren Bestleistung in der Gesamtwertung von 5215 Punkten, die ihm letztlich einen hervorragenden sechsten Platz im Vergleich der besten deutschen Mehrkämpfer seiner Altersklasse einbrachte. Besonders beachtenswert sind neben seinen sehr guten Laufergebnissen (100m: 11.82 sec., 80m Hürden: 11.02 sec., 1000m: 3:07.46 min) und seiner Weitsprungleistung die 1.75m, die er im Hochsprung sicher übersprang.

Florian blieb an beiden Wettkampftagen zum Teil deutlich unter seinen momentanen Möglichkeiten. Auch wenn er in der ersten Disziplin, dem 100m-Lauf, als Drittschnellster aller Wettkämpfer mit 11.81 sec. abschließen konnte, so gab ihm dieser Erfolg nicht die erforderliche Sicherheit für den weiteren Verlauf des Wettkampfs. Schon in der Folgedisziplin, dem Diskuswurf, blieb er mit 37.96 m rund zwei Meter unter seiner Saisonbestleistung. Stabhochsprung mit übersprungenen 2.60 m und Speerwurf mit 30.56 m bedeuteten zwar ebenfalls Bestleistungen, jedoch auf – im Vergleich zur Konkurrenz – eher mäßigem Niveau. Den ersten Tag beendete Florian mit 2156 Punkten auf einem enttäuschenden 24. Platz. Der zweite Wettkampftag mit den vermeintlich stärkeren Disziplinen 80m Hürden, Kugelstoßen und 1000m versprach eine deutliche Verbesserung der Platzierung, der Verlauf belehrte eines Besseren: Starker Gegenwind von 2.6 sec. verhinderte eine gute Hürdenzeit (nur 11.60 sec.), das Weitsprungergebnis von 5.65 m war mit einem Abstand zur Bestmarke von 15 cm immerhin erträglich, das Kugelstoßen mit 13.15 m lag dann jedoch mehr als einem Meter unter der Marke der letzten Wettkämpfe und auch die übersprungenen 1.54 m im Hochsprung konnten nicht befriedigen. Symptomatisch für den insgesamt schwachen zweiten Wettkamptag waren die 3:13.12 min. über die 1000m-Distanz, die Florians Neunkampf mit 4893 Punkten und einem 23. Rang im Feld der insgesamt 34 Teilnehmer abschloss. Damit blieb er auch weit unter seinen eigenen Erwartungen. Bleibt zu hoffen, dass Florian diese eher enttäuschenden Ergebnisse unter der Rubrik „notwendige Erfahrungen bei großen Wettkämpfen“ ablegen kann.

Die gute Zusammenarbeit im Leichtathletik-Kreis Limburg-Weilburg belegt folgender Zusammenhang: Im Vorfeld der Qualifikations- und Meisterschaftswettbewerbe waren der Kreisvorsitzende Martin Rumpf und Sven Medenbach von der LSG Goldener Grund mehrfach bereit, die beiden Athleten insbesondere im Stabhochsprung- und im Diskustraining zu betreuen. In Abwesenheit von Trainer Christian Lukas reiste Sven Medenbach sogar zu dem Meisterschaftswettkampf nach Lage, um dort beim Stabhochsprung mit Rat und Tat behilflich zu sein. Wahrlich ein besonderes Beispiel gelingender Kooperation in unserem LA-Kreis.

KS